Wir lieben unsere Städte, unsere Plätze und Ecken, wo man einfach mal abhängen, quatschen und die Seele baumeln lassen kann. Was gehört dazu? Richtig: Sound, Beats, Live-Musik, die einfach passiert. Spontan, ungezwungen, als echter Dialog zwischen Künstlern und Leuten.
Aber Moment mal. Sobald ein Musiker seine Gitarre auspackt, schlägt die Bürokratie zu: Sondernutzung! 🤦♀️ Ernsthaft?
Sondernutzung? Völlig überrissen und bürokratisch!
Die Idee der Sondernutzungsgebühr ist, dass du zahlen musst, wenn du öffentlichen Raum übermässig und kommerziell beanspruchst. Logisch, wenn du eine riesige Buvette hinstellst. Aber wenn ein Musiker auf der Strasse spielt und im Hut ein paar Münzen landen – oft nicht mal genug, um einen Zmittag zu bezahlen – ist das dann wirklich «Sondernutzung»?
Wir finden: Nein!
Ein Künstler, der die Stadt belebt, schafft Mehrwert. Er macht unsere Plätze zu coolen Orten, wo wir gerne chillen. Ihn dafür mit einer völlig überrissenen und komplizierten Gebühr zu bestrafen, ist absurd. Es ist eine Zwangsweste für die Kultur.
- Der Hut ist kein Kassensystem: Das sind Spenden, ein direktes Konsumenten-Votum für die Freude, welche bereitet wird. Eine freiwillige Anerkennung, keine Pflicht.
- Der absolute Witz: Für Strassenmusik braucht man in der Regel nicht einmal eine SUISA-Gebühr zu zahlen (im Gegensatz zu Gartenrestaurants!). Der Künstler entlohnt sich, wenn überhaupt, nur durch Hutgeld. Trotzdem kassieren die Behörden eine Sondernutzungsgebühr. Das ist nicht nur Bürokratie, das ist reine Abzocke für einen Stempel, der uns den Chill verdirbt.
🎤 Freiraum statt Filter: Wer bestimmt, was gut ist?
Die Gebühr und die Bewilligungspflicht sind nicht nur nervig, sie sind auch gefährlich für unsere Freiheit.
Wenn die Behörden entscheiden, wer auftreten darf, ist die Gefahr gross, dass nur noch das gezeigt wird, was «genehm» ist. Wir reden hier von Kunstfreiheit und Meinungsfreiheit!
Soll echt ein Beamter bestimmen, ob der Sound auf der Strasse gut genug ist, oder ob die Texte passen? Nein, wir wollen keinen staatlich kuratierten Soundtrack für unsere Stadt. Die Bürger, die Passanten, die Zuhörer — die Passanten entscheiden, ob sie bleiben und ob sie spenden. Die Künstler müssen in direkten Dialog treten können, ohne erst durch den bürokratischen Schikane-Parcours laufen zu müssen.
🔊 Klar, Lärm muss weg – Aber das ist eine andere Baustelle
Natürlich müssen wir uns alle an die Regeln halten:
Lärmschutz ist Pflicht: Lärmbelästigung muss bestraft werden. Wenn es zu laut ist, gibt es Gesetze und die Polizei muss eingreifen. Das ist wichtig für die Anwohner. Aber das ist eine Lärmschutzfrage, keine generelle Sondernutzungsgebühr-Frage.
Lasst uns die echten kleinen Probleme (zu viel Lärm, Pöbeleien, Littering) regeln und gleichzeitig die spontane, unkommerzielle Kultur freilassen! Die Gebührenpflicht ist hier einfach nur ein unnötiger Filter, der die Vielfalt tötet.
Schlusswort: Lasst uns einfach mal machen! 🎉
Wir wollen keine sterilen, toten Stadtzentren, die nur für den Handel reserviert sind. Wir wollen lebendige, coole Plätze, wo Kultur einfach passiert.
Dafür muss die Einstufung von ungezwungener Strassenmusik als Sondernutzung aufhören. Wir fordern: Weg mit der überrissenen Bürokratie! Mehr Spontaneität, mehr Kultur, mehr chillen!
Mittlerweile sammle ich meine Erfahrungen. Bei einer Wegweisung in Friedrichshafen wurde ich auf die Mahnwache aufmerksam. Vielleicht probieren das mal?
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