Jeder Musiker kennt den Wunsch: Irgendwo auftreten, gehört werden, das eigene Publikum finden. Doch der Weg dorthin ist oft steinig. Weil Festivals längst von Agenturen und Managements organisiert werden, ist es für unabhängige Künstler eine Herausforderung, überhaupt Gehör zu finden.
Die Nachfrage nach Auftrittsmöglichkeiten ist riesig, die Zahl der offenen Bühnen jedoch begrenzt.
Am einfachsten ist es, im eigenen Umfeld zu beginnen:
- Bekannte fragen – Privatfeste, kleine Kulturvereine oder regionale Veranstaltungen sind oft offen für Musiker.
- Straßenfeste und kleine Märkte – hier kann man unkompliziert auftreten, manchmal nach Rücksprache mit den Veranstaltern.
- Ordnungsamt ansprechen – in vielen Städten ist Straßenmusik erlaubt, solange man gewisse Regeln beachtet. Ohne Anmeldung riskiert man meistens nur einem Platzverweis rechnen – die Toleranz ist grösser als gedacht.
Jeder Ort hat eine Kulturkommission und organisiert Veranstaltungen, doch bestehen oft schon lange Beziehungen zu Künstlern.
Es gibt Städte und Orte, die Musiker ausdrücklich willkommen heißen. Das gängige Format sind hier Straßenkünstler- oder Buskers-Festivals. Sie bieten eine offene Bühne für Künstler aller Art, ohne dass ein Management oder eine Agentur im Hintergrund tätig sein muss. Für viele Musiker sind diese Events ein Sprungbrett – oder einfach eine Gelegenheit, ihre Musik in direktem Kontakt mit dem Publikum zu teilen.
Wir arbeiten derzeit an einer Liste von Festivals, die auch für Musiker offen sind, ohne dass sie aufwendiges Selbstmarketing betreiben müssen. Diese Übersicht soll helfen, unkompliziert Auftrittsmöglichkeiten zu finden – etablierte sogenannte Buskers-Festivals.
Im Umfeld von Konzerten zu spielen, lohnt sich selten, die Besucher sind auf die Künstler fixiert und der Sicherheitsdienst schreitet schnell ein. Auf der Liste musste ich viele Orte streichen, es gelten dort Line Ups, dennoch dürften die Orte Erfurt, Karlsruhe, Winterthur, Zermatt musikfreundlich sein.


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