Wir fragen die Gemeinden nach Bewilligungen an. Formulare sind auszufüllen, Terminkollisionen, Gebühren. Unnötige Vorschriften. Warum macht ihr euch den ganzen Stress an, meint ein junger Mann zu mir.
Es ist ein privates Fest, ihr verlangt keinen Eintritt, stört niemanden mit Lärmbelästigungen und die Musiker spielen in erster Linie für sich persönlich. Warum sich immer unterordnen und Regeln befolgen, welche das Leben unnötig erschweren.
Tja, warum? Wieso lassen wir uns Steine in den Weg legen, wenn wir “Frei wie der Wind” sind? Unser Motto sollte uns so handeln lassen. Einfach machen und wenn es Bussen gibt, entscheidet ein Gericht.
Durch Corona ist das Duckmäusertum gewachsen und auch die Machtansprüche der Behörden. Zu dieser Zeit hatte ich in St. Gallen gespielt, trotz “Singverbot”. Nach einigen Diskussionen mit der Polizei und deren Rechtsspezialisten mussten sie mich gewähren lassen. Freiheit ist ein hohes Gut und Behörden sollten diese fördern, statt zu beschränken.
Strassenmusik wird oft kostenlos genehmigt. Nach 20-30 Minuten wird empfohlen den Standort zu wechseln. Gerade in kleinere Orte kommen wenig Straßenkünstler, weil dies finanziell selten rentabel ist. Leute geben wenig Geld. Ebenso wird bei politischen Veranstaltungen auf Gebühren verzichtet.
Dennoch Regeln sind da, wir sollten diese befolgen. Sie geben uns Sicherheit, die Veranstaltungen ankündigen zu können. Niemand hat Freude, wenn wir eine Wegweisung erdulden müssen.
Aussage eines Polizisten
Ich empfehle eine Bewilligung. Jedoch für einen kurzen künstlerischen Anlass, womöglich übertrieben. Wir müssen für Sicherheit sorgen. Es ist nicht unsere Aufgabe, Verbote zu erteilen. Nur, wenn sich jemand beschwert, müssen wir ermahnen. Uns liegt ein gutes Miteinander der Bürger am Herzen. Ich persönlich sehe es gerne, wenn der öffentliche Raum friedlich genutzt wird.
Wem gehört der öffentliche Grund? In erster Linie den Bürger! Die Gemeinde wird sich bei ihren Anlässen kaum mit Gebühren selbst belasten. Warum private Initiativen beschränken? Zudem wollen wir zum Gemeinwohl und zu gegenseitigen Vertrauen beitragen und einheimischen Künstlern die Chance geben, sich mit Ihrer Kunst zu präsentieren.
In Baden kämpft Stephan Zurfluh für den öffentlichen Raum
Am einfachsten wäre es, wenn die Gemeinden die Anlässe als Sponsoren unterstützen. Eben Lebensfreude unterstützen
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